Montag, 20. November 2017

Abschied auf karibisch

Was soll das denn nun wieder heißen? Abschied auf karibisch. Ich und meine Titel...
Da fällt mir etwas ein, das im ersten Moment so richtig toll klingt. Dann frage ich mich, was es bedeuten könnte und weiß es selber nicht. Tssssss. 

Egal. Wir sind jedenfalls noch in der Karibik und Abschied ist jetzt auch angesagt. Leider.
Dabei ist es hier soooo schön!

Die letzten Tage waren einfach herrlich.
Wir hatten einen Seetag und dann lag plötzlich St. Vincent vor uns. Ja, genauso wie unser Vincent. Der olle Stinkekater. Vermisse den immernoch sehr.

Also, plötzlich lag St. Vincent vor uns:  
Das war ein toller Anblick. Alles grün und bergig. Schöööööhöööön!
Auf der Insel ist auch ein bisschen was von "Fluch der Karibik" gedreht worden. Kann ich mir richtig gut vorstellen, wie die Piraten da rumgefetzt sind. Hui.

Wir hatten mal wieder einen Ausflug und wurden über die Insel gefahren.
Zuerst ging es über engste Straßen mit vielen Kurven und einer sehr schmalen Brücke auf das Fort Charlotte. Haben die ängstlichen Engländer gebaut, um sich vor den eigentlichen Inselbewohnern zu schützen.
So ist das immer mit denen, die ständig stänkern müssen. Andere ärgern und dann selber Angst haben.

Und Angst scheinen die gehabt zu haben, so wehrhaft, wie die waren... 
Weiter ging es in einen großen botanischen Garten. 
War hübsch grün dort. Aber irgendwann sehen alle Pflanzen für mich gleich aus. Obwohl: Einen Kanonenkugelbaum hatte ich vorher noch nicht gesehen. Bevor der aber losdonnern konnte, mussten wir wieder weiter.

Und zwar an den Strand: 

Der war auch wirklich toll – mir taten Kunigunde und Maus sehr leid, weil sie so Pech hatten. Aber wir haben alles erzählt und die Bilder können sie ja auch angucken.
Übrigens: Denen geht es auf dem Schiff ja nicht schlecht oder so. Nicht, daß da ein falscher Eindruck entsteht. Und im Rucksack bekommt man auch die ein oder andere Falte ab....

UND: Sie haben einen sehr fürchterlichen Moment verpasst, bei denen uns allen die Nasenhaare zu Berge standen. Papa ist nämlich in Hunde-AA getreten. Furchtbar. Schrecklich. Eklig noch hinzu... Bääähh.

Davon mussten die beiden nix mitbekommen. Das ist dann wohl das berühmte Glück im Unglück.

Jedenfalls war der Ausflug sehr schön und wir waren pünktlich wieder auf dem Schiff, um die letzte Ausfahrt ausgeruht genießen zu können. Dieses Mal gab es ein sehr langes  Gehupe vorneweg. Das macht einen Krach.

Achja, unsere Zimmerjungs haben uns noch Spielgefährten gebastelt. Als Überraschung am letzten Tag.  
Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Heute sind wir noch den ganzen Tag auf dem Schiff und warten auf den Heimflug.
Der geht über Nacht – da müssen wir wohl wieder im Gepäckfach schlafen. Brrrr...

Wenn wir dann zu Hause sind, starten die Weihnachtsvorbereitungen. Wir Kuscheltiere sind bei uns im Haus ja dafür verantwortlich, daß jeder rechtzeitig vergisst, was er sich zu Weihnachten gewünscht hat. So gibt es nur Überraschungen und keine Enttäuschungen.

Das ist nicht ganz einfach und ein großes Geheimnis. Ich darf nicht verraten, wie wir das machen. Nur soviel: Es geschieht nachts, wenn wir ganz nah an den Ohren der Ki..Erwachsenen dran sind. Mehr darf ich wirklich nicht sagen. Sonst werde ich aufgetrennt. Wirklich. Bei uns Kuscheltieren gibt es sehr wenige Regeln und Gesetze. Aber die zwei bis drei, die es gibt.... sind kein Spaß!

Naja, jedenfalls ist bis Weihnachten noch jede Menge zu tun und da ist es gut, daß wir ausgeruht sind.

Ich melde mich erst wieder aus Deutschland.

Der Urlaub war herrlich – vielen Dank fürs Mitlesen,
Eure Theodora

Samstag, 18. November 2017

Drei Inseln

Huijuijui. Wie soll ich denn das alles jetzt so schnell aufschreiben.
Das Problem ist nämlich, daß ich nicht immer ins Netz komme. Und wenn, dann muss ich ja warten, bis Mama und Papa alle ihre Sachen erledigt haben und dann....ist es schon wieder zu spät.

Das waren ja jetzt schon wieder – wieviel – 5 Tage oder so.
Also circa 5 Tage und drei Inseln.

Das merkt sich doch kein Nilpferd, was da so alles passiert ist.

Naja, ich versuche es mal:

Die Überfahrt war auch den letzten Tag sehr ruhig. Kein Geschaukel. Kein seekranker Mumps. Alles ruhig.

Und dann war plötzlich wieder Land in Sicht. Barbados. Klingt toll, oder?
Also schlecht war es nicht. Aber irgendwie anders, als sich das ein kleines Kuscheltier vielleicht so vorstellt. 

Denn die haben dort ganz merkwürdige Gesetze und Regeln. Zum Beispiel darf man keine Tarnklamotten tragen. Menno. Dabei wollte ich doch mein Militärtütü anziehen. Hihi – kleiner Scherz. Habe ich ja gar nicht.

Und was ganz doof war: Die verurteilen dort Menschen, die sich liebhaben. Also wenn man nicht Mann und Frau ist, hat man es als Paar dort nicht nur schwer, sondern man wandert hinter barbados'sche Gardinen. Finde ich doof und echt oll.

Ich verzettele mich gerade. Kommen wir mal zu unserem Ausflug.
Der war nämlich gar nicht so schlecht. 

Wir sind quer über die Insel gefahren und haben anfangs nur Hotel an Hotel gesehen. Da bin ich kurz eingenickt und als ich aufgewacht bin, waren wir plötzlich in einem kleinen Park mit einer hübschen Ruine.
Sah total toll aus dort. Nur der Draht vom Zaun hat am Po gepiekt. Autsch.
Nen Ausguck gab es dort auch und wir konnten sehen, wie das in der Karibik so mit dem Regen funktioniert. Ging auch sofort nach dem Fotomachen los. Und schwups, war es auch schon wieder vorbei.

Wir waren noch an einem hübschen Hotel mit noch hübscheren Ausblick.  
Allerdings war der Ausblick von drin irgendwie schöner, als von draußen. Das war merkwürdig. Wenn man ums Haus ging, wirkte alles nur noch halb so hübsch. War wie ein Zaubertrick. Ich finde, es hätten Warntafeln hingehört: "Gehen Sie nicht raus. Ist häßlicher als drin!" Oder so.

Am Ende ging es noch auf einen Berg, von dem aus früher mit Kanonenschüssen gewarnt wurde. Vor allem möglichen. Habe mir nicht alles gemerkt. Irgendwas in Richtung: "Achtung, Klopapier wird knapp – jeder nur noch ein Blatt pro Gang!" könnte es gewesen sein...
Der Blick über die Insel war aber toll.

Und schon ging es wieder in Richtung Schiff. Leinen los und schon am nächsten Morgen waren wir auf Guadeloupe. 

Dort haben wir auch wieder eine Ausfahrt gemacht und durften sogar im Bus mit gucken. 
Die Insel hat mir noch besser gefallen. Und lustig ist es, daß man eigentlich in Europa ist. Weil Guadeloupe gehört zu Frankreich. Ist halt nur ein bisschen weiter weg. Aber der Rest ist französisch.

Wir sind wieder über die halbe Insel gedüst und sind ganz außen rechts ausgespuckt worden und durften uns recht lang die Pfoten vertreten. Für mich zu lange. Ihr wisst schon – ich bleiche so schnell aus.

Der Ausblick war trotzem toll. 
Irgendwann ging es dann wieder zurück. Beim Friedhof (die sollen dort ganz anders sein, als bei uns) durften wir nicht mit, aber davor – beim Geisterhaus – konnte ich wenigstens mit aus dem Fenster schauen. Da ist nämlich wirklich ein richtiges Spukhaus, in dem schon ganz viele Menschen verrückt vor Angst geworden sind. Wirklich!

Mumps hat sich nicht getraut, auch nur einen Blick zu riskieren. Er saß recht lange und sehr tief vergraben im Rucksack...
Auch der Ausflug war irgendwann vorbei und dann ging es auf zum nächsten (vorletzten) Seetag. Ich finde die auch toll. Soooo viel schlafen und aufs Meer gucken. Toll!

Heute sind wir in der Dominikanischen Republik angekommen. Das ist auf einer sehr großen Insel, auf der noch ein anderes Land liegt – Haiti. Davon erzähle ich jetzt aber nichts. Das würde zu lange dauern.

Jedenfalls stand heute "Strandtag" auf dem Zettel. Und als Premiere durften heute alle Kuschels zusammen auf Landgang. 
Wir haben uns wirklich total gefreut. Aber bis auf Palmen und Sand...
...war es so lalaaaa. 

Wir waren in einem riesigen Hotelresortkomplextraktgedöns mit tausenden Menschen und LAUTER Musik und – ach – es tat mir für Maus und Kunigunde echt leid. Da dürfen sie einmal mit und dann das.

Naja, wir haben das Beste daraus gemacht und haben rumgealbert. War trotzdem ganz schön.

Und jetzt sitzen wir wieder an Bord und warten auf den nächsten Seetag.

Heute ist großer Gästewechsel. Wir dürfen bleiben, aber 90% der anderen sind abgereist – oder so. Da ist ganz schön Trubel auf den Gängen. Und wieder Seenotrettungsübung. 
Müssen wir aber nicht nochmal mitmachen. Ist auch immer so eng in Papas Hosentaschen...

So, ich melde mich hoffentlich nochmal. Wenn nicht, gibt es die Zusammenfassung dann von zu Hause.

Bis bald,
Eure Theodora

Montag, 13. November 2017

Ich seh See, seh See, seh See und immer mehr Meer...

Das Allerbeste zuallerallererst: Wir sind fast übern Teich. Also wirklich nur fast.
Aber immerhin soweit, daß wir wieder festes Netz haben. Stabil. Ich meine stabil.
Stabil genug, daß ich endlich wieder schreiben und Bilder posten kann.
Super, oder?

Doch bevor ich hier mit der Überfahrt loslege, schreibe ich schnell noch, was nach Lanzarote passiert ist. Viel ist es nicht. Denn die Überfahrt auf die Kapverden (da waren wir vor vielen Jahren schonmal – war toll damals) war zwar lang, aber es ist eigentlich nix passiert. Gar nix. 
Es gab Wasser und nochmals Wasser. Zum Glück für Mumps gab es kaum Wellengang. Alles schön ruhig. 

Und dann war plötzlich frühmorgens wieder Land in Sicht!
Mindelo – die Haupstadt von der kapverdianischen Insel Sao Vicente. 
Haupt-Stadt? Eigentlich eher die Einz-Stadt. Denn außer Mindelo gibt es dort nur eins: sehr viel Nichts. Noch nichtsziger als auf Lanzarote. Dagegen ist Lanzarote nämlich eine Spielhölle mit 24 Stunden Öffnungszeit und gratis Keksen. 

Wir waren ein bisschen enttäuscht. Aber erstmal waren wir ja auf einem Ausflug über die Insel – vielleicht war ja noch irgendwo was Aufregendes versteckt...

Der Guide hat uns den Blick von oben gezeigt.
Hauptstadt. Ist noch da. Sonst? Nicht viel. 
Also noch eins höher.
Noch mehr Nix. Aber immerhin ist unser Schiff noch da.
Also weiter auf die andere Seite.
Aha. Ein Strand. Hätte ich bei einer Insel mitten im Meer kaum vermutet.
Aber ich mag Überraschungen. Mal sehen, wie es weitergeht...
Noch mehr Strand. Toll!!!! Ähem.
Aber immerhin: Strand ist eine der tollsten Formen von Nichts. Wirklich.

Mehr kann ich zu Mindelo und Sao Vicente nicht sagen.
Wir waren irgendwie froh, wieder auf dem Schiff zu sein. Ist nicht böse gemeint – die Leute waren nett. Aber irgendwie tun sie mir auch leid... Sie haben nichts und wohnen auch noch dort. Nicht einmal Wasser gibt es dort, obwohl sie mitten im Wasser leben.
Verrückt, oder? 

Und dann kommen zwei verwöhnte Kuscheltiere, machen einen Haufen Fotos und jammern, daß es nichts gibt und verschwinden wieder auf ihrem schwimmenden Bettchen. Aber was soll ein kleines Nilpferd machen? Pfotendrücken. Das habe ich gemacht. Dafür, daß bald irgendjemand eine tolle Idee hat, wie es den Menschen nicht mehr an allem mangelt, außer an Nichts.

Huch, ich habe ja doch eine Menge geschrieben. 
Aber so ist das, wenn man drei Tage permanent nur Meer sieht und viel nachdenkt. 
Ja, wir Kuscheltiere denken sehr viel nach. Was sollen wir auch sonst tun, wenn sich Mama und Papa die ganze Zeit auf dem Schiff vergnügen und futtern, was das Zeug hält?
Eben. Gucken und denken.

Also kommen wir mal zur grooooooßen Überfahrt über den grooooooooßen Teich.
Was soll ich sagen: Nichts. Schon wieder. Nichts zu sehen außer viel See und noch mehr Meer. Den ganzen Tag – seit drei Tagen. 

Aber Mumps hat Glück: Auch dieses Mal ist es sehr ruhig. Das Meer. Oder auch die See. Kaum Wellen. Kaum Schaukeln. Alles ruhig.

Damit uns nicht zu langweilig wird, haben Mama und Papa uns mal das Deck gezeigt.
Dort ist es ganz lustig. Da sind tausende dicke Menschen, die in der Sonne liegen und sich braten lassen. Inklusive Bratenfett... brrrrr... Igittigittigitt. Das ist wirklich so: Die legen sich auf eine Liege und schmieren sich mit Fett sein und warten, bis die Haut schön kross ist. Also rot. 
Menschen sind da umgekehrt gepolt, wie wir Kuscheltiere. Wir haben Angst vor Sonne, weil wir ausbleichen. Menschen haben Angst, keine Sonne abzubekommen, weil sie sonst ausbleichen. Schon wieder verrückt.

Leider durfte ich die menschlichen Brathähnchen nicht fotografieren. Hat Mama verboten.
Macht man nicht!
Ach ja, eines noch: Die meisten menschlichen Brathähnchen begießen sich selbst immer wieder mit den tollsten "Marinaden". Von innen. Permanent. Bier, Wein und Sekt.
Naja, wenn es hilft.

Es gab aber noch ruhige Orte an Deck, die uns Mama und Papa gezeigt haben.
Zum Beispiel gaaaanz oben auf dem Schiff gibt es einen tollen Ausguck. Und welches Tier ist der tollste Ausgucker, der auf dem tollsten Ausguck steht? Genau:
Wir haben auch noch durchs Fernglas gucken dürfen. Aber – ich hab es mir gedacht – nichts. Nirgends.
Und dann war da noch der gläserne Balkon. Mumps hat vielleicht gefiept. Hihi.
Man kann da auf einer Glasplatte stehen und nach unten gucken. Da bin ich doch glatt dabei!
 Erinnert Ihr Euch noch an Kanada? Da hatte ich sicher auch Bilder gemacht, oder?
Eine tolle Abwechslung. Super!
Ansonsten genießen wir die Aussicht. Ich glaube, wir sehen noch ein bisschen mehr Meer.
Denn wir haben noch einen ganzen Seetag vor uns, bevor wir die nächste Insel besuchen.
Aber dann... Hoffentlich werde ich nicht landkrank. 

Eines noch: Die sind hier echt umsichtig und denken an alles. 
Wenn man hier nicht die einfachsten Dinge aufschreibt, machen die Brathähnchen nämlich dauernd Blödsinn... Machen sie zwar auch so. Aber schaden kann es ja nicht.

Und noch eins: Wir können hier viel mehr schlafen, als zu Hause.
Denn jeden Tag wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Das ist super.

Jetzt aber Schluss – ich muss aufs Meer gucken. Vielleicht kommt ja doch mal ein Wal vorbei. Oder zwei.

Also, bis bald,
Eure Theodora

Montag, 6. November 2017

Landgang Lanzarote

Huhu, hier nochmal schnell von Lanzarote aus. Ich habe ja dann kein Netz mehr...

Wir waren heute kurz an Land. Wirklich nicht lang. Wir kennen die Insel und die Stadt ist eine Stadt und das war nichts für uns.

Aber wir hatten Spaß. Kunstwerke anziehen zum Beispiel:
 Steht mir doch ausgezeichnet, oder? Und passt sogar – hihi.

Ansonsten haben wir ein bisschen die Seele und die Pfoten baumeln lassen.
Das hat echt Spaß gemacht! Toll.

So und nun geht es gleich los und zwei Tage werden wir nur Wasser sehen. Wasser, Wasser, Wasser.... Mal sehen, wie das wird.

Irgendwann erzähle ich dann alles.

Bis daaaaahaaaaann,
Eure Theodora


 

Felsen ohne Affen, einen Tag See und bekanntes Nichts

Das war ja noch spannend auf Gibraltar... 
Mama und Papa waren immer mit einem Bein aus dem Schiff raus, als aus dem Nix jedesmal die Welt unterging. Es regnete – nein, es schüttete ganz plötzlich wie aus sehr sehr großen Wasserspeichern, die vor dem Winter leer gemacht werden müssen. Da wäre Rucksack und auch Kuscheltierbegleitung (also ich und Mumps) in zwei Sekunden durchweicht gewesen.
Aber wenn man lang genug wartet... Wir sind vollkommen trocken hin und auch wieder zurück gekommmen. Ha!

Leider war es nicht möglich, auf den Berg zu kommen. Es war zu windig für die Seilbahn und durch die Warterei auf dem Schiff, hätten es Mama und Papa nicht mehr geschafft, uns hoch und wieder runter zu tragen. Und die Taxifahrer waren in ihrem früheren Leben wohl sehr schlecht erzogene Geier... Mit denen wollten wir nicht.

Naja, dann halt nächstes Mal Felsen mit Affen drauf. Wir kommen sicher mal wieder vorbei ;)

Es gab also ein bisschen Stadtbesichtigung. Irre – hier im Warmen ist plötzlich England. Neulich waren wir noch in London. Und hier sieht es teilweise genauso aus...
Was aber wirklich verrückt ist: Der Flughafen von Gibraltar.
Der geht nämlich quer über die einzige Straße und den einzigen Fußweg, der von Land auf den Felsen führt. Da muss man aufpassen, daß einem so eine Boeing nicht das Fell versengt... Wahnsinn. Wir haben später wirklich ein Flugzeug dort drüber donnern sehen, wo wir gerade standen (sicherheitshalber waren wir im Rucksack festgeschnallt – es war megawindig).
Dann ging es wieder auf See – wieder einen ganzen Tag lang nur Meer. Diesmal war es schon schaukeliger. Immer hübsch hin und her. Hin und her. Hin... Ich bin sofort eingeschlafen und konnte Mumps nicht mal mehr eine Tüte hinlegen. Hat er aber gar nicht gebraucht...

Heute sind wir auf Lanzarote angekommen.
Hier waren wir ja schon oft und es ist immernoch da: Das schöne Nichts im Hintergrund.
Gleich gucken wir mal in die Stadt. 
Vielleicht schreibe ich nochmal kurz. Wenn nicht, kann es sein, daß es etwas länger dauert, oder daß keine Bilder mitkommen. 

Wir sind dann nämlich lange Zeit nur noch auf dem Meer (mit einem kleinen Zwischenstopp) und da ist das mit dem Netz nicht soooo toll.

Also, wir melden uns spätestens von der anderen Seite des großen Tümpels wieder. 

Bis bald,
Eure Piratenbande (klingt doch viel spannender, als immer nur "Eure Theodora", oder?)

 

Samstag, 4. November 2017

Keine Mittel mehr?

Papa hat mir eigentlich verboten, den Titel so zu nennen. Aber ich finde es lustig... Hihi.
Wir sind nämlich - tadaaa - noch im Mittelmeer. Also ich glaube. Gestern waren wir es noch. Heute sind wir am äußersten Rand. Oder doch schon draußen?
Der Reihe nach.

Gestern waren wir in Málaga. Die Stadt, nach der das Eis benannt ist, das Mama nicht leiden kann. 
Dort war es für uns Kuschels etwas hektisch, weil die Touristentante kaum nen richtigen Fotostopp gemacht hat, der lang genug war, daß wir auch mit raus konnten.

Aber Mama und Papa sind dann nochmal mit uns los. 
Viele tolle Motive gab es nicht.
Nur den ollen Maler hier:



Kennt den jemand?
Mama hat mir Bilder von dem gezeigt.
Also sowas. Entweder er hat nur mit einem Stift gemalt, oder er hat wirres Zeug auf die Leinwand gepinselt. So eckige Damen. Verrückt.
Wobei - verrückte alte Männer mag ich ja. Gell Papa? Theodora! Tschuldigung Papa. Hihi...

Ja und heute sind wir in Gibraltar. Also vor oder an... Wir liegen noch im Hafen. Also das Schiff liegt und wir sitzen noch drauf. Ist das schwierig mit dem Deutsch.
Jedenfalls wollten wir auf Gibraltar und auf den Berg.
Ist aber schlechtes Wetter und wir warten, um nicht völlig nass zu werden. Wir würden ja hier nicht mehr trocken werden. Die haben keine Schleudern...
Bleibt nur noch, aus dem Fenster zu gucken.

Doch wie Ihr seht - man sieht nix.
Da hat sich so ein doofer Kahn ins Bild gestellt. Und der Rest vom Berg ist in den Regenwolken.... Mist.

Aber vielleicht wird es ja später besser.

Drückt die Daumen und Pfoten.

Bis dann
Eure Theodora 

Mittwoch, 1. November 2017

In See stechen

Wir sind am Urlaubsziel abgekommen - also diesmal ist wieder der Weg das Ziel, denn unser „Ziel“ bewegt sich jeden Tag an einen anderen Ort... 


Kreuzfahrt halt.

Und da wir viel auf dem Meer rumschippern, werden wir kaum Netz haben.
Also gibt es diesmal kaum Berichte von unterwegs. Nicht traurig sein...

Ich schreibe dann eben hinterher einen Roman. Hihi.

Mast- und Schotbruch und bis bald,
Eure Theodora 



Sonntag, 29. Oktober 2017

Gedicht des Monats: Kerzengerade-Limerick




Ich sitz kerzengerade im Bett.
Ein Orkan um vier ist nicht sehr nett.
Ich will den Kopf wieder senken
Und muss noch kurz daran denken,
 Ob ich draußen wohl mehr Freude hätt.






Donnerstag, 12. Oktober 2017

London

Hello,
I'm Theodora and I'm back from my trip to the Capital of Great Britain – London.

Hihi, jetzt denkt Ihr bestimmt, daß ich im Sprachurlaub war, oder?
Nein nein. Mama und Papa hatten einfach Sehnsucht nach der Stadt. Dabei mögen sie Großstädte gar nicht sooo sehr. Bei London machen sie aber immer eine Ausnahme.
Vielleicht auch, weil sie da immer einen sehr merkwürdigen Kaufrausch bekommen. 
Wenn wir abends im Hotel ankommen, haben wir auf dem Bett vor lauter Krimskrams und Schuhen keinen Platz mehr. Das ist so, wie man sich einen Piraten vorstellt, der von einem Beutezug heimfährt. Nur ohne Augenklappe und meistens auch ohne Rum...

Naja. So ist das mit London.
Wir waren aber auch so noch unterwegs und durften auch was erleben.
Ich zeige Euch mal ein paar Bilder. Impressionen sagt der Profi.

Halt, Impressionen sind ja eigentlich ohne Text. Aber das geht nicht, weil mir jetzt doch noch was einfällt. Es war nämlich in London gerade ein riesiges Filmfestival und als wir aus dem Hotelzimmer geguckt haben, wurde doch tatsächlich gerade ein roter Teppich ausgerollt und alle möglichen Absperrungen aufgebaut.
Mumps und ich waren im Promifieber. So nah dran an den Stars waren wir lange nicht.
Allerdings kannte ich kaum jemanden und Mumps mag eigentlich nur die Muppets und die Minions. Die waren aber auch nicht dabei...

Weiter mit den Impressionen. Ach – ruhig mit Text: Hier haben wir bei einer ganz bekannten Pferdeparade oder einem Pferdewechsel oder was auch immer zugeguckt. Ist ja immer alles irgendwie englisch mit horse und parade. Da komme ich durcheinander.
Und weil ich ja schon immer mal eine Prinzessin sein wollte, durfte ich immerhin auf dem Gedenk-Wegweiser von Lady Di sitzen. Hab mich auch ganz schön royal gefühlt. Wirklich!

Es ist übrigens in London echt schwer, mal allein bzw. zu zweit auf ein Bild zu kommen. Die schieben da wirklich ein Kind im Kinderwagen neben das Pferd... Ich weiß gar nicht, um wen ich mehr Angst hatte.
Damit wir doch mal allein/zu zweit auf ein Bild kamen, hat Papa den alten Wassertrick herausgeholt. Setz Dich dahin, wo Du nass wirst und Du bist allein.
Hat geklappt!

Leider waren die Tage sehr schnell rum – immerhin durften wir beim Taxifahren rausgucken und haben noch ein paar andere Ecken der Stadt gesehen.
Auch wenn es kurz war – es war toll.
Und Papa hat Mama heute schonmal ein Datum für nächstes Jahr gesagt. Mal sehen, wer diesmal schneller die Nerven verliert – hihi...

So, ich muss jetzt schlafen. Jetlag. Eine Stunde Zeitverschiebung ist für Nilpferde ganz schön viel.

Bis bald,
Eure Theodora


Samstag, 30. September 2017

Gedicht des Monats: Blau



Das ganze halbe Land wählt blau
Und denkt dabei, es wäre schlau
Ein Kreuz zu machen, so für lau.
Meinem Magen geht es sehr sehr flau.

Hab wohl noch sehr lang zu kauen.
Doch werde ich es mich bald trauen,
Zu sagen, daß man kann mit blauen
Haufen sehr viel braune Sch***e bauen.




Bitte entschuldigt, mir ist wirklich nichts anderes eingefallen.
Nächsten Monat gibt es dann wieder etwas fröhliches.
Versprochen!

Donnerstag, 28. September 2017

Schlumpfsch***e

Ich habe jetzt mal kein Bild zu meinem heutigen Beitrag. Bin nämlich noch völlig neben der Spur... Die Menschen sind komisch. Nicht Mama und Papa. Nicht ihre Freunde und nicht die Familie. Aber gaaaanz viele andere.

Ihr wisst schon, was ich meine, oder?
Ich träume jedenfalls seit Sonntag nur noch von Schlumpfka**e. 
Immer wieder trete ich im Traum in etwas schleimig übelriechend Blaues.
Und das klebt dann so fies am Fell. Und stinkt, wie eben Schlumpf-AA so riecht.
Übel und drei Kilometer gegen den Wind.

Das ist aber schlimm für mich, weil mir Schlümpfe nie nichts getan haben. Wirklich. Ich mag die eigentlich!

Ich sage ja, die Menschen sind komisch. Warum machen die eine Farbe sooo kaputt?
Braun ist ja schon schlimm. Aber blau? 

Bitte bitte, liebe Kuschelfreunde – macht was, damit ich nicht jahrelang von Schlumpfexkrementen träumen muss. Lasst uns von den doofen Leuten nicht eine Farbe wegnehmen. Bitte. Die gehören doch ins Bälleparadies. Dort können sie ja gern die blauen Bälle einsammeln und sich dann zwei Stunden lang gegen die Stirn hauen oder so.
Aber bitte, lasst uns nicht mit schlechten Träumen einschlafen. Wir lachen die einfach aus, bis sie nach Hause fahren und sich den Daumen in den Mund stecken.

Ach, ich könnte mich so richtig aufregen. Aber ich habe keine Zeit – das Gedicht wartet darauf, daß ich es fertigschreibe. Mal sehen, worum es gehen wird. Rosa? Na, mal sehen!

Träumt nicht von Schlumpfhäufchen.

Bis bald,
Eure Theodora

Sonntag, 17. September 2017

Und wir so?

Ihr fragt Euch sicher, warum Ihr nichts von mir hört oder was wir so die ganze Zeit machen. Gar nicht so einfach zu beantworten. So dies und das – das trifft es am besten.

Wenn es regnet machen wir natürlich das Beste, was man bei Regen machen kann: Im Bett bleiben und aneinanderkuscheln. Wir sind ja schließlich Kuscheltiere. Hihi.

Aber es gab ja auch ab und ein zwei drei Stunden ohne Regen. 
Und dann versuchen wir immer, schnell noch bei Mama und Papa in die Tasche oder ins Auto zu springen und mitzukommen, wenn sie was unternehmen.

Hat zwar nicht sehr oft geklappt, aber immerhin ein paar Ausflüge waren es doch.

Zum Beispiel nach Erlangen auf den Berch:
Vor Freude hab ich oben gleich mal einen Luftsprung gemacht. Allerdings waren Mumps und ich dann doch etwas baff, daß es so leer war. 
Na klar. Es war zwar auf dem Berch, aber es war kein Berch. Also keine Kerwa.
Schön war es trotzdem. Mama und Papa haben sich die Bäuche vollgeschlagen, die Laune war gut und ab und an gab es einen Sonnenstrahl. Ist einfach ein toller Ort da oben.

Was wir auch noch gemacht haben, war ein Ausflug nach Nürnberg. Der Stadt von Dürer. 
Meine Güte, hat das lang gedauert, bis ich das kapiert hab. Wessen Stadt? Wem gehört die? Wieso gehört die jemandem, der gar nicht mehr lebt...?

Aha. Der Herr Dürer war ein Maler und kommt aus Nürnberg. Und deshalb sagt man, daß Nürnberg eine Dürer-Stadt ist – oder so.

Wir haben auch sofort im Hotel gemerkt, daß wir in Nürnberg-Dürer-Stadt-City sind, als wir aus der Tasche gekrabbelt sind:
Dürer hat nämlich Hasen gemalt. Keine Ahnung, ob es ausschließlich Hasen waren. Aber es war mindestens ein Hase, der so berühmt ist, daß man den überall findet. Im Hotel sogar gleich doppelt und in lebensgroß und nicht als Bild, sondern als Figur.

Irgendwie war das auch ein bisschen gruselig. Vielleicht lag das aber auch an der Farbe.
Wie bei James Bond, als die Frau mit Gold zugekleistert war. Nur eben Hasen. Und Silber.

Brrrr....

Ja, das waren mal zwei Sachen, die wir erlebt haben.

Mehr? Nein, mehr gibt es nicht. 
Wir machen ja auch nicht jede Sekunde Fotos und ich schreibe mir auch nicht alles auf, was so passiert.

Aber ich bin sicher, daß Ihr bald wieder was von mir lesen werdet.

Also bis bald,
Eure Theodora