Freitag, 23. September 2016

Querleuchtfeuerdingens

Na gut, also zuerst die Auflösung: Es hat uns nicht weggespült. Nicht im Geringsten!
Mama und Papa hätten eh nicht lang genug gewartet. Die waren schon von ein bisschen Nieselregen verschreckt und wollten nach Hause... Naja. Dann sind wir halt mit.

Nun dachten wir, wir hätten jetzt wirklich die ganze Insel gesehen und alles entdeckt.
Weit gefehlt!

Den Leuchtturm hatten wir ja schon.
Aber scheinbar werden die Seefahrer davon nicht genug beleuchtet und brauchen wohl noch mehr Licht auf dem Meer... Und damit es nicht langweilig wird, leuchten die nicht alle nur so längs auf die See, sondern manche auch quer.

Und bei so einem Querleuchtfeuer waren wir mit Mama und Papa dann.
Sieht irgendwie aus, als hätten die dort einen Leuchtturm eingebuddelt, oder?
Da fehlt doch die untere Hälfte... Nee, das ist ja nix Halbes und nix Ganzes.
Aber andererseits hat es ja doch irgendwas. Denn Leuchttürme sehen ja eigentlich immer gleich aus. Querleuchtdingens sehen halt anders aus. 

Aber wisst Ihr was noch spannender als Quergeleuchte ist? Der Weg dorthin.
Guckt mal selbst:
Die Landschaft ist doch toll, oder?
Überhaupt, die Insel ist prima. Hier möchten wir nochmal hin – irgendwann.

Morgen geht es leider wieder nach Hause.
Aber dort warten ja Felix und die anderen. Auf die freue ich mich schon auch sehr.

Schön, daß Ihr alle mitgelesen habt. Danke!

Bis bald,
Eure Theodora

Donnerstag, 22. September 2016

Alle Kuschels an die Ruder

Gestern war es wirklich nochmal ganz anders als sonst. 
Dabei hatte ich gedacht, daß wir schon alles erlebt hatten...

Aber klar, wir waren meist nur zu zweit unterwegs – Mumps und ich. Also besser gesagt Mama, Papa, Mumps und ich.

Diesmal waren zum ersten Mal Maus und Kunigunde mit unterwegs.
Das war echt schön. Und obwohl wir eigentlich eine Burg am Strand suchen wollten und die leider schon im letzten Herbst vom Sturm weggepustet wurde, war es trotzdem ein ganz toller Ausflug.

Ganz am Ende haben wir ein Boot am Strand gefunden, das genau unsere Größe hatte. 
Hier sieht man es besser. Kunigunde kann prima Steuern und Mumps ist für die Geschwindigkeit zuständig...
 Maus und ich sehen dabei prima aus. Das können wir gut, oder?
O.K., einen Haken hatte das ganze noch. Wir waren AUF dem Strand. Also ohne Wasser. 
Aber wie Ihr gut sehen könnt – das Wasser kommt von hinten.

Ob das allerdings gereicht hat, um uns mit wegzuspülen?
Das könnt Ihr morgen lesen.

Bis dann,
Eure Theodora

Mittwoch, 21. September 2016

Wo Robben robben, sehen Seehunde Meer.

Gestern haben wir also doch noch was gefunden, was wir noch nicht gemacht haben: Wir sind mit dem Schiff gefahren. Und zwar zu den Seehunden. 

Die gibt es hier nämlich überall – um die Insel rum.

Und das war sooooo spannend!

Also ganz früh aufgestanden und los an den Hafen. Schnell auf's Schiff und los.
Es war eine tolle Fahrt. Der Wind wehte uns um die Nasen und das Kindergebrüll wehte hinter uns her...

Plötzlich sagte der Kapitän, daß wir ganz leise sein müssen und an einer Sandbank auf und ab fahren werden. Dort schlafen die Seehunde...

Uiiii, wir waren mucksmäuschenstill und haben ganz sehr die Luft angehalten.
Die Kinder wurden unter Deck geschafft und tatsächlich war das Boot innerhalb von Sekunden ganz leise.

Und wir haben wirklich einen Haufen pennende Seehunde gesehen. 

Oder waren es Robben? Also sie sahen so aus, als seien sie gerade noch gerobbt... Ich weiß nicht, ob es da einen Unterschied gibt und wenn, wie der aussieht. 

Ist ja auch egal – die sind echt niedlich!

Es war sehr schön und Mumps und ich waren echt glücklich über den Tag!

Was wir heute erlebt haben? Das schreibe ich morgen...

Bis dann,
Eure Theodora
 

Dienstag, 20. September 2016

Hoch hinaus

Das Problem an kleinen Inseln ist ja nun mal, daß sie klein sind.
Da fährt man einmal von oben nach unten und von links nach rechts und schon kennt man alles...

Stimmt aber nicht ganz. 

Was fehlt? 

Genau – nach oooooben!

Und deshalb sind Mama und Papa mit uns auf einen Leuchtturm gegangen.
Und die Dinger sind wirklich recht hoch. Glaub man ja gar nicht. Aber wenn man dann mal oben ist und runter guckt....uiiii....
Die Insel sieht von oben ganz toll aus! Richtig schön.

So, jetzt kennen wir also auch das.
Mal gucken, ob wir trotzdem noch was neues entdecken.

Ich habe da so eine Ahnung...

Seid gespannt.

Bis dann,
Eure Theodora

 

Samstag, 17. September 2016

Auf dem Rad um die Insel

Gestern waren wir den ganzen Tag unterwegs. 
Aber nicht zu Fuß, sondern auf dem Rad. Es war eine sehr schöne Tour um die ganze Insel.

Und Mumps und ich durften sogar auf dem Lenker mitfahren.
Das war aber auch ganz schön abenteuerlich und spannend.
Und weil man das auf Bildern nicht immer so gut sieht, haben wir einen kleinen Film gedreht... 


Das war ganz schön anstrengend. Deshalb haben wir uns heute ausgeruht und mal gaaaar nix gemacht. War auch schön. ;)

Bis bald,
Eure Theodora


Freitag, 16. September 2016

601

Da habe ich gerade geschrieben und geschrieben und glatt verpasst, daß das der 600. Eintrag war.

600!

Das ist doch Wahnsinn. Also für ein Plüschnilpferd. Ich habe ja nichtmal richtige Finger.
Na dann, auf die nächsten 600.

Danke fürs Lesen von dem ganzen Quatsch!

Bis dann
Eure Theodora
  

Genug Wind

Haha, jetzt habe ich den Beweis!
Ich bin NICHT zu schwer. Neeeeee.

Denn gestern war genug Wind und ich bin abgehoben. Nein, ich bin sogar richtig geflogen!

Na gut, der Anfang lief so ähnlich, wie beim letzten Mal...
 Aber dann. Plötzlich. Ich bin geflogen! Also ein bisschen...
 Und damit es Mumps nicht langweilig wird, durfte er den Drachen auch mal lenken.
Und was soll ich sagen? Mumps hat echt Talent! Denn mit ihm bin ich plötzlich noch viel höher geflogen!!!
Also richtig HOCH!!! Und der Wind war so stark, daß es mich ganz schön hin und her geweht hat... Das war ganz schön lustig!

Naja, als ich dann quer geflogen bin, war mir etwas mulmig. Und ein bisschen ködderich auch...
Doch dann ist was passiert, auf das ich mein Fell verwettet habe, daß es nicht passiert...
Mumps ist doch eigentlich ein Schisser. Wissen wir ja alle.
Aber irgendwie scheint es ihm gefallen zu haben, wie ich gequie...mich gefreut habe. 
Denn er wollte unbedingt auch mal fliegen.

Und obwohl ich sicher war, daß er zu sch...daß der Wind nicht mehr stark genug ist – er hat wirklich abgehoben. 


Das war ein wirklich wunderschöner und aufregender Tag. 
Soll dem mal ein anderer Tag nachmachen...

Aber vielleicht wird es ja noch spannender. 

Schauen wir mal.

Bis dann
Eure Theodora!

Dienstag, 13. September 2016

Strandtag

Hallo nach Hause!

Hier ist es wundervoll. Gestern war ein richtig toller Strandtag. Mit rumgammeln, sonnen und spielen...

Wir haben sogar Drachen steigen lassen. Das geht ganz prima hier, weil hier auf der Insel fast immer Wind weht.
Und dann hatte ich eine geniale Idee. Also beinahe genial.
Man könnte doch mal versuchen, mit dem Drachen selbst nach oben zu steigen...
 Aber irgendwie war wohl dazu nicht genug Wind da...
 Es half nicht mal, daß Mumps mich hochgehoben hat.
 Der Wind war zu schwach.
Und bevor das hier jemand schreibt: Nein, ich war nicht zu schwer. Der Wind war zu schwach... Ich habe mich extra davor leicht ernährt. Nur Windbeutel. Und Luftschokolade. Also kann es nicht an mir gelegen haben!

Heute probieren wir es gleich nochmal.

Jetzt müssen wir los. 
Der Strand wartet.

Bis bald,
Eure Theodora!

 

Sonntag, 11. September 2016

Eine Insel

Endlich wieder Urlaub!

Ja, ich weiß, daß ich für ein Nilpferd mittleren Alters eine Menge Urlaub habe. Jaaaa. Schon. Aber trotzdem freue ich mich, wenn es wieder einmal soweit ist. Und dann sage ich auch "endlich". Macht man halt so.

Rechtfertige ich mich schon wieder?
Wieso tut man das eigentlich dauernd? Sogar als Kuschel?
Egal, was man macht. Ständig entschuldigt man sich... Das muss an Mama und Papa liegen, oder? Wenn ich mal was zu schnell sage, muss ich mich gleich entschuldigen. Meist bei Mumps... Naja. Manchmal auch zu recht.

Wo war ich eigentlich? Ach ja. ENDLICH Urlaub! Jawoll.

Wir haben gestern sozusagen das Festland verlassen.
Und nun sind wir auf einer kleinen Insel in der Nordsee und freuen uns wie Bolle über die frische Luft und den riiiiieeeesigen Strand.

Wenn wir uns etwas erholt haben (die Fahrt war die Hölle und ich musste sooooo dolle aufpassen, daß Papa sich nicht in Hamburg verfranst), schicken wir mal ein paar Bilder.

Wir sind übrigens zu viert. Maus und Kunigunde durften auch mit... Das ist ein bisschen wie Klassenfahrt. Toll!

Bis bald
Eure Theodora

Mittwoch, 31. August 2016

Gedicht des Monats: Nummer 100



99 mal schrieb ich schon,
Ein Gedicht – nur Text – kein Ton.
Einmal pro Monat – fast immer pünktlich.
Mal schlicht gereimt und mal auch gründlich.

Egal, ob jedes war ne Wucht,
Gedichteschreiben ist ne Sucht.
Man kann's verteufeln oder pflegen.
Ich halte es für einen Segen.

Denn wo hat ein Nilpferd vom Land,
Ein Publikum mit Kunstverstand?
Es lebe hoch die Bloggerei.
Sie macht die Nilpferdseele frei.



Donnerstag, 18. August 2016

Roth'n'Burg

Na, letzte Woche war vielleicht was los – wir waren endlich wieder auf Tour.
Naja, eigentlich nicht richtig auf Tour. Früher – als Mama und Papa noch jünger waren, da war eine Tour eine Tour. Da sind wir jeden Tag in einer anderen Stadt aufgewacht und mussten das Hotelzimmer wieder herrichten, während die beiden auf dem nächsten Konzert waren.

Diesmal war es etwas anders. Tour für Faule sozusagen. Viele Konzerte, aber nur ein Ort. Man sagt auch Festival dazu...

Egal. Wir waren froh, endlich mal wieder was zu erleben. 
Also los. Ab ins Auto und....und was war DAS?
  
Auch etwas vollkommen Neues: Hipi durfte mit uns mit! Wo gibt es denn sowas. Die ist doch noch viel zu klein.
Na gut. Kann ich verschmerzen. Aber das sie gemeinsame Sache mit den ollen Schnecken macht? Nee – das geht schon etwas zu weit.

Sehen wir es dem kleinen Schaf nach. Die kennt diese verschlagenen Schleimer nicht so gut wie wir – noch nicht...

Im Hotel angekommen, haben wir erstmal die Lage gecheckt und geguckt, ob noch andere Tiere im Zimmer waren.

Bis auf diese Kandidaten (es gab noch einen Zwillingsbruder gegenüber) haben wir aber niemanden gesichtet. 
Aber irgendwie war er auch etwas wortkarg und wirkte leicht abwesend... Naja.

Dieses Mal war ja ohnehin schon alles anders, so daß wir uns auch fast nicht mehr gewundert haben, daß sich Mama und Papa sogar die Stadt mit uns angesehen haben. Dafür war früher so gut wie nie Zeit.

Und was soll ich sagen: Es war wunderschön hier!
Wir sind also auf der Stadtmauer von – ich Dussel habe ja noch gar nicht geschrieben, wo wir waren – Rothenburg gewandelt. Die ist echt toll!
Da fühlt man sich fast wie im Mittelalter. Wobei – gab es damals überhaupt schon Kuscheltiere? Naja. Egal.

Überhaupt war Rothenburg – oder Roth'n'Burg, wie ich lieber schreibe, hihi – ein wunderhübsches Städtchen. Zwar voller Touristen...aber das waren wir ja auch.
Als wir einmal durch die ganze Stadt durch waren, haben wir noch Rast in einem Klostergarten gemacht und sind ein bisschen geklettert.
Seht Ihr uns? Guckt mal genau hin: 
Na gut, wir haben noch ein Bild von näher dran.
Das hat richtig Spaß gemacht!

Leider sind die Tage so schnell rumgegangen und Mama und Papa haben uns fast nicht allein gelassen, weil sie nur ein paar Konzerte angeguckt haben.
Aber ich muss sagen, daß es eigentlich viel schöner ist, als ständig von Stadt zu Stadt zu rasen. Können wir ja mal wieder machen...

Ich weiß auch schon, wann und wie. Darf ich aber nicht verraten.
Und das ist dann auch kein richtiges Festival, sondern noch viiiiieeeel verrückter!

So, jetzt habe ich doch noch was im Sommer erlebt, was ich schreiben konnte. Toll!

Bis bald,
Eure Theodora

Sonntag, 31. Juli 2016

Gedicht des Monats: Sommer

Als es plötzlich Sommer war,
So wie bereits im letzten Jahr,
Da wollten alle nur noch Kühle
Und jammerten über die Schwüle.

Was ist der Grund für's Phänomen,
Kaum ist er da – schon soll er gehn?
Sind denn die Menschen etwa nie
Zufrieden mit dem Was und Wie?

Wir Kuschels halten es da so:
Was immer ist, wir bleiben froh.
Und es geht uns richtig gut.
Also Mensch: Fass' endlich Mut.

Nimm den Sommer einfach hin.
Ihn zu verfluchen macht kaum Sinn.
Geh vor die Tür und freue Dich, 
Dann wird's für alle erträglich.

Und ist er fort, dann schimpfe nicht.
Sieh's einfach aus der Kuschel-Sicht:
Er kommt bald wieder – nächstes Jahr
Und wird so tun, als ob nichts war.

 




Sommerpause

Na gut, Ihr habt es sicher schon von allein gemerkt – im Juli ist hier nicht viel passiert. Also eigentlich gar nichts... 
Es tut mir auch leid. Aber ganz ehrlich gesagt: Man kann den Sommer doch nicht so einfach vor der Tür stehen lassen und so tun, als ob er nicht da wäre. Am Ende geht er und kommt nächstes Jahr nicht wieder. Das wäre schlimm, oder?

Deshalb waren Mumps und ich so oft wie möglich draußen und haben Sachen gemacht, die man im Sommer eben so macht.

Und das war so richtig toll. Vor allem mit einem Kumpel wie Mumps.
Allein wäre das wohl dann irgendwann langweilig. Aber zusammen lesen und spielen ist großartig. Und natürlich ist es auch klasse, einen Freund zu haben, der einem immer hilft, wenn man allein nicht weiterkommt. 




Also nicht verzweifeln da draußen – wir machen noch ein bisschen Sommerpause.
Ihr am besten auch. Einfach mal alles fallen und liegen lassen und ab vor die Tür. Da wartet bei Euch auch ganz sicher ein netter Sommer. Guckt einfach mal. Meistens kommt er gleich, wenn es aufhört zu regnen...

Donnerstag, 30. Juni 2016

Gedicht des Monats: Midsommar-Limerick



Werden die Schatten und die Nächte kurz,
Ist mir das ganz und gar nicht schnurz.
Denn dann werden auch die Tage länger
Und wir brauchen viel mehr Fliegenfänger.
Bald trägt Mumps nur noch nen Lendenschurz.









Sonntag, 19. Juni 2016

Kuba – der Bericht (Teil 6)

Nun kommt also der letzte Teil unserer Urlaubsgeschichte...
Das ist ganz schön schwer, sich an alles zu erinnern. Ich hoffe, daß ich das nächste Mal wieder Netz habe und dann wieder gleich schreiben kann.

Jetzt aber los zum Endspurt:

Nachdem wir von Trinidad weggefahren sind, haben wir kurze Zeit später schon wieder einen Stop gemacht und eine Sehenswürdigkeit besichtigt. 

Warum heißen die eigentlich Sehenswürdigkeit? Und was sind Sehensunwürdigkeiten? Habe ich das schonmal gefragt? Ich denke das nämlich jedes Mal, wenn ich eine würdige Sichtung vornehme. Oder wie sagt man das? Würdig hin oder her. Das Ding war jedenfalls verdammt groß und vor allem hoch...
Den Turm haben früher so ganz fiese Fieslinge gebaut, um die Sklaven im Blick zu behalten. Echt gemein. Kann man sich heute eigentlich gar nicht vorstellen, oder? Daß man Leute festhält und die müssen machen, was man sagt. Krass! Wobei – wir müssen ja auch machen, was Mama und......ähm....jedenfalls hat man heutzutage eine sehr schöne Aussicht. Ohne Sklaven und böse Menschen.
Wir sind dann weitergefahen. Und zwar zur besten Zeit. Nämlich dann, wenn die großen Busse kommen und sehr merkwürde Menschen versuchen, die Treppe hochzusteigen, obwohl gerade deutlich sichtbar Menschen runterkommen und man nicht aneinander vorbei passt. Nee, nee, nee. Und weshalb diese Menschen "merkwürdig" sind, möchte ich nicht wissen. Die will ich mir einfach gar nicht erst merken. Nein!

Weiter ging es dann in eine Stadt, die wir wirklich nur zum Übernachten besucht haben. Die Hinfahrt zu unserem Quartier war so gruselig, daß wir glatt vergessen haben, irgendwas zu fotografieren. 

Und da war es wieder: Typisch Kuba. Einerseits war es in der Stadt ganz ganz schlimm. Und auf der anderen Seite hatten wir die nettesten Menschen in unserem Quartier, die wir auf der ganzen Reise getroffen haben. Die waren einfach nur nett – sogar zu uns Kuschels.

Es ging weiter in einen Ort, bei dem gleich nach der Ankunft Mamas und Papas Nerven blank lagen. Wir sollten dort zwei Nächte bleiben. Aber es gab da nix. GAR NIX! Nicht einmal in der Gegend ringsumher. Nichts!

Aber anscheinend sollte es so sein. Denn Mama und Papa haben sich einfach nur dort ausgeruht, viel gelesen und über die Menschen gestaunt. War vielleicht ganz gut so. Denn die nächste Stadt hat unsere letzte Kraft gebraucht.

Achja. Die Stadt mit dem "NIX" hatte doch ein bisschen was. Sie hieß Bayamo und dort waren lustige Tuben am Rand von der Flaniermeile. Die haben die Leute aus aufgeweichter Pappe gebaut, die dann in Tubenform getrocknet ist. Sieht toll aus. Und ist riesig!
Dann kam die letzte Stadt auf unserer Reise – Santiago de Cuba. Die ist groß, laut, dreckig, laut, hat Stinkeluft und ist laut. Auweia. Mama und Papa sind am ersten Abend fast verzweifelt. 

Aber wie immer in diesem Urlaub, haben die beiden die Stadt dann am nächsten Tag nochmal erobert und versucht, alles positiv zu sehen. Hat auch fast geklappt.

Hier gucken wir von einem Kirchturm auf das Rathaus, wo der Typ mit dem Geigennamen den Sieg seiner Truppen verkündet hat. 
Habe ich schon was zu Fidel geschrieben? Das ist ein ganz wilder Kerl gewesen, der lauter bärtige Männer um sich geschart hat, um andere Männer (ob die jetzt nen Bart hatten, weiß ich nicht) aus dem Land zu jagen. Muss irgendwas politisches gewesen sein. Oder Fußball. Männer kloppen sich ja immer nur wegen Politik oder Fußball. Oder wegen beidem...

Naja, Santiago hat uns alle irgendwie nicht überzeugt. Es hieß eigentlich, daß dort alles nur singt und tanzt und so. Also entweder waren wir immer zur falschen Zeit am falschen Ort, oder die Sänger und Tänzer waren gerade in den Ferien.

Und dann war auch schon das letzte Ziel in Sicht: Strand, Sonne, Wasser und ein Hotel voller Idi***n. Ich darf Idioten nicht schreiben, weil wir ja selbst dort gewohnt haben.

Wir haben also unser Auto weggegeben und sind mit der Kutsche zum Hotel gefahren. Das war nochmal schön und aufregend.
Aufregend, weil Mama so komisch rot angelaufen ist, als der Kutschen-Mann mit den beiden geredet hat. Wir wissen nicht, was er gesagt hat – aber Mama hätte ihn bestimmt bald von seiner eigenen Kutsche geschmissen, wenn er nicht aufgehört hätte...

Das Hotel war sehr schick. 
Aber die anderen Gäste waren echt komisch. 
Sollen sie auch ruhig. Wir waren nur drei Tage dort und konnten den Strand genießen.

Mumps und ich sind sicher, daß solche All-inclusive-Hotels eigentlich so eine Art Rattenkäfig in groß sind. Da sitzen irgendwo Forscher vor Bildschirmen und gucken, was passiert. Also zum Beispiel, wenn es plötzlich morgens keinen Alkohol mehr gibt, oder weniger Plätze zum Essen da sind, als Menschen... Oder wie lange es dauert, bis in der Sonne die Haut aufplatzt.

Die paar Tage waren schnell rum und schwupps, saßen wir schon wieder am Flughafen.
Es war ein echt merkwürdiger Urlaub – und diesmal echt mit "merken". Denn was wir alles gesehen haben, wird wohl sehr lange in unseren Kuschel-Köpfen bleiben. Und damit wir nicht allein mit den Geschichten sind, haben wir natürlich alles haaaaaarklein erzählt.
Im Herbst gibt es dann einen vollkommen anderen Urlaub. 
Da reicht ein Foto und den Text kann ich auch immer kopieren. Warum?

Na, seid mal nicht so neugierig. Das erfahrt Ihr schon noch rechtzeitig im Herbst ;)

Bis bald,
Eure Theodora

 

Montag, 30. Mai 2016

Gedicht des Monats: Was klappert da?



Ich möchte jetzt in Reimen wetten,
Daß ich ein Wort wie "Kastagnetten",
Schneller rückwärts buchstabiere,
Als Mumps oder eins der and'ren Tiere.

Und als ich gerade starten will,
Wird es ganz plötzlich todesstill.
Denn Kunigunde holt kurz aus
Und haut "N E T T E N G A T S A K" raus.

Ich will mich schon geschlagen geben,
Da seh ich Mumps den Finger heben.
Recht hat er, ich muss probieren,
Ob die Sau wirklich kann triumphieren.

Also hole ich jetzt selber Luft,
Da linkt mich Mumps, der miese Schuft.
Er ruft die Buchstaben so flott,
Als ginge er sonst selbst bankrott.

Jetzt reicht es mir mit diesen beiden.
Ich kann sie sonst ja echt gut leiden.
Doch lasse ich mich nicht wieder leimen,
Immerhin kann ich besser reimen. 




 

Donnerstag, 26. Mai 2016

Berch-Bekanntschaft

Das tolle am Berch ist ja auch, daß man mit anderen ins Gespräch kommt.
Nun ist das aber leider als kleines Kuschel etwas schwerer... 

Denn wir sind eigentlich zu klein. 

Und wenn wir bei Mama oder Papa auf der Schulter sitzen und fremde Leute anquatschen oder denen auf eine Frage antworten, dann gucken die Mama oder Papa immer so komisch an – als hätten die noch nie ein sprechendes Nilpferd gesehen. Tssss. 

Umso schöner ist es, wenn man dann plötzlich ein anderes Kuschel trifft, dem es genauso geht.

Es ist ja auch nicht so, daß es auf dem Berch keine anderen von uns gibt. Im Gegenteil.
Dort gibt es massenhaft Kuschels. Aber die leben in Gefangenschaft und noch streng nach Kuschelgesetzen. Also bloß nicht in Gegenwart von Menschen und auf gar keinen Fall im Hellen reden oder sich bewegen. Das lernt man schon auf dem Weg zur Nähmaschine...

Das ist auch das Traurigste am Berch: Die anderen dort zu sehen, bevor sie befreit werden.

Und das ist das Tolle am Berch: Es werden stündlich ganz viele Kuschels befreit. Und dafür geben die Menschen sogar sehr viel Geld aus. 

Jedenfalls hatten wir Glück und irgenwann waren wir plötzlich zu dritt.
 Ich habe gar nicht mitbekommen, wann es zu uns kam. Es war einfach da – ein Krokodil.

Gesprochen hat es noch nicht wirklich etwas. Nur ein bisschen gemiept und gebrummt.
Wahrscheinlich schämt es sich, weil es kleiner ist und anders aussieht als wir.

So ein Quatsch. Es ist doch egal, ob man bunt und klein ist, oder groß und grau. Wir sind doch alles Kuschels. Nee nee.

Wir haben uns auch sehr schnell angefreundet und werden es auch noch zum Reden bekommen. Also mindestens so gut wie Kunigunde.
Wir suchen auch noch einen Namen. Den hat es uns logischerweise auch noch nicht verraten. Ich bin für "Krokodil". Mumps auch – aber der bekommt nur "Krokomumps" raus. Soviel zum gut Reden...

Wo ich gerade Krokodil schreibe – es steht ja noch ein Kuba-Bericht aus.
Der kommt noch. Versprochen!

Ich gehe aber jetzt erstmal wieder mit nem Bilderbuch zu Krokodil. 
Heute ist der Bauernhof dran. Man muss ja erstmal die wichtigsten Worte zum Thema "Essen und Trinken" lernen! 

Oh, hoffentlich liest das Mumps nicht.

Also bis bald,
Eure Theodora