Sonntag, 22. April 2018

Wiederholungen und Inselparadies

Mit Wiederholungen ist es ja immer so eine Sache. Manchmal wird es  toller - manchmal oller.

Damit meine ich jetzt nicht die ganze Reise. Die ist ja noch in voller Fahrt.
Aber auf Key West waren wir ja auch schonmal. Und gestern eben wieder...
Also ich persönlich fand, daß es irgendwie ganz schön ausgestorben war.

Hihi, das war natürlich nur ein Scherz. Hihi. Ausgestorben. Versteht Ihr? Wegen den Totenköpfen... Hihihi. Ja. Das haben die Leute ganz sicher verstanden. Hättest Du nicht extra erklären müssen... Achso. Naja.

Jedenfalls war es auch diesmal ganz nett dort. Nur durften Mama und Papa nicht zu Fuß vom Schiff weg, sondern mussten mit so einer lustigen Bimmelbahn fahren. Also uns hat das gefallen. Da haben wir wenigstens was gesehen.

Ja und heute waren wir wieder auf so einer Insel, die die extra für die Kreuzfahrer hingebastelt haben. Das habe ich schon letztes Mal geschrieben... Das ist wirklich komisch.
Da machen die eine Insel kaputt, um so zu tun, als wäre sie eine ganz normale Insel oder besser gesagt, eine perfekte Insel... Die Menschen spinnen.
Perfekt ist sie aber nur, wenn man dahin guckt, wo sie nix verändert haben und keine Menschen sind.

Aber ich will nicht zu sehr schimpfen. Wenn man hier mitfahren möchte, gehört das halt dazu. 

Und heute ist schon der letzte Abend auf dem Schiff. Mal gucken, was da noch so passiert...

Ich berichte,
Eure Theodora 




Samstag, 21. April 2018

On the Schiff

Meine Güte, ist das alles aufregend!
Wir waren ja schonmal auf so einer wilden Fahrt mit dutzenden Musikern - aber beim zweiten Mal ist alles anders. Ist ja immer so.

Diesmal haben Mama und Papa nämlich entdeckt, daß die Leute, die diese Tour jedes Jahr machen, sich gegenseitig lauter tolle Geschenke mitbringen. Einfach so. Aus reiner guter Laune! Ist das nicht toll?

Und natürlich haben Mama und Papa auch an uns gedacht und etwas mitgebracht. Also etwas mehr...

Ich bin ja sehr gespannt, was wir nächstes Mal mitbringen werden... Es gibt doch ein nächstes Mal, oder Papa? Mal sehen, Theodora. Mal sehen. Na gut...

Jetzt geht es gleich in Key West an Land. Da waren wir ja auch schonmal. Und wer weiß, wie es da beim zweiten Mal wird.

Ich werde berichten.

Bis dann
Theodora! 

Freitag, 20. April 2018

Guest of the day

Mann, Mann, Mann! 
Man glaubt es nicht. Eben noch im eiskalten Gepäckfach und schwups - Gast des Tages!

Zuerst aber das wichtigste: Wir sind gut gelandet. 
Und nach einer ewiglangen Taxifahrt durch Beton und Beton waren wir im Hotel. 

Mama und Papa waren irgendwie merkwürdig ruhig, als die Tante an der Rezeption Ihnen gesagt hat, sie seien „guest of the day“ - also DIE Gäste des Tages! Mit allen möglichen Annehmlichkeiten und einem Superduper-Upgrade auf eine Suite! Also sozusagen ein Zimmer extra für Mumps und mich. Hihi.

Papa hat wahrscheinlich gedacht, daß da was faul sein muss. Oder er hatte einfach zu viel Wein auf dem Flug. 
Jedenfalls hatten wir ein - ach was zwei - riesige Hotelzimmer mit einem megatollen Blick! 

Momentan sehen wir sogar schon das Schiff, auf das wir gleich gehen werden... 

Und weil wir Gäste des Tages waren, sind wir auch automatisch zu VIPs geworden. Guckt mal.

Seht Ihr es? Nein? Na gut. Hier nochmal größer:

Toll, oder?
Wir sind very important Kuscheltiere. 
Ich weiß zwar nicht, was Kuscheltier auf englisch heißt, aber es muss mit einem „P“ anfangen...

So, ich muss Schluss machen. Wir müssen los. 
Ahoi und setzt die Segel - Theodora kommt an Bord. Und sie ist ein VIP-Kuschel. Hihihi...

Bis bald,
Eure Theodora 


Donnerstag, 19. April 2018

Und gleich heben wir ab...

Wir haben unsere erste Strecke (enges Gepäckfach, wenige Turbulenzen) hinter uns und heben gleich wieder ab.

Hoffentlich haben wir im Urlaub Netz... Dann schreib ich natürlich wieder. Ist doch klar.

Bis bald

Eure Theodora

Freitag, 30. März 2018

Gedicht des Monats: Im Märzen



Im Märzen der Becher: Tarrraataattaataaaa
Schnee? War auch wieder da. 
Man könnte sagen (wenn man will):
Es war eigentlich schon April.

 

Montag, 26. März 2018

Da isser

Manchmal muss man wohl einfach nur fragen. 
Eben noch Schnee und im nächsten Moment? Schwupps: Frühling.
 
Es war am Wochenende richtig toll. Sonne, Blumenwiese – Frühling halt.

Wir waren unterwegs und da war es noch etwas wärmer, als zu Hause.
Gerade hängt das Wetter zwar wieder durch. Aber wir wissen jetzt, daß er da ist.

Die Piepmätze drehen auch schon vollkommen durch. Ein Fiepen und Piepen überall.
Schön!

Wenn Mama jetzt noch mein Shirt findet...kann der Pullover wieder in den Schrank. 
Juchuuu!

Bis bald,
Eure Theodora
 

Mittwoch, 28. Februar 2018

Gedicht des Monats: Faules Nilpferd?



Ich weiß, ich schreibe etwas wenig.
Unter den Stummen ist der Einsilbige König.
Mit solchen Weisheiten wird man nicht alt.
Der wahre Grund der Web-Askese: Mir ist zu kalt.

Denn nach draußen zieht mich nicht viel.
Und ohne Abenteuer kein Bericht – so läuft das Spiel.
Wenn ich poste, wie ich die Decke über die Ohren zieh,
Sind wir ab sofort wohl eher doch per Sie.

Dann warte ich doch lieber, bis es wieder taut 
Und auch der Mumps sich wieder vor die Türe traut.
Das Abenteuer bleibt dann nicht mehr Rarität.
Doch aktuell zählt nicht die Masse, sondern Qualität.




 

Montag, 12. Februar 2018

Kuscheltier auf Dienstreise

Letzte Woche durfte ich mit Papa mit auf Dienstreise.
Ich allein. Das war toll. Aber auch komisch. Das erste Mal seit langer langer Zeit ohne Mumps... Aber Papa ist ja auch ohne Mama gefahren. Da ging es uns also beiden ähnlich.

Es war eine ganz kurze Reise. Zwar mit dem Flugzeug. Aber weder weit weg, noch für lange Zeit. Eine Nacht und schwups wieder nach Hause. Ach ja, wir waren in Bologna. Ich glaube, da kommt die Bolognese her. Aber Mumps und Kunigunde habe ich erzählt, daß da die Polonäse herkommt... *hust*

Viel gesehen habe ich eigentlich nicht. Ich bin am Abend im Hotel geblieben.
Aber der Blick von dort war trotzdem ganz nett...
Und Ihr werdet nicht glauben, wer sich schon wieder ins Gepäck geschmuggelt hat:
Unglaublich, oder? Wie schaffen die das immer wieder?

Nächstes Mal würde ich gern Mumps mitnehmen. Und Papa gerne Mama.
Ob das klappt? Mal sehen...

Bis bald
Eure Theodora

Dienstag, 30. Januar 2018

Gedicht des Monats: Grau

Egal, wann ich aus dem Fenster schau.
Es ist, bleibt und wird immer: grau.
Schon Tage und Wochen immer gleich.
Der Himmel ist nicht blau – eher bleich.


Ich weiß genau wohin das führt.
Das bekomm‘ ich niemals auskuriert.
Ich spüre und erahn‘ es schon:
Ich krieg ne Kuschelnilpferddepression.





Montag, 22. Januar 2018

Frankenexpress

Schon seit vielen Jahren zeigen Mama und Papa auf dem Weg nach Franken immer wieder nach rechts und sagen, daß dort die ICE-Strecke nach Erlangen gebaut wird. Schon soooo viele Jahre.
Und plötzlich ist die fertig! Unglaublich.

Wir haben uns alle sehr gefreut. Denn nun können wir einfach so und ganz fix auch mal mit dem Zug nach Franken fahren. 

Ja, ich weiß, daß wir trotzdem immer wieder mit dem Auto fahren werden. Schon allein weil Papa immer Bier mitnehmen will...
Aber wenn man einen Tagesausflug ohne Gepäck machen will, ist der ICE unschlagbar. 
Na gut, einen Rucksack brauchen Mama und Papa schon, damit wir nichts bezahlen müssen. Mitreisende Kuscheltiere sind im Rucksack geduldet – glaube ich zumindest.

Und tatsächlich: Am Wochenende haben wir einen Tagesausflug gemacht. Nach Nürnberg. Ins Reisebüro... (was wir da gemacht haben, erfahrt Ihr dann am Jahresende).


Die Winterlandschaft war toll und wir mussten keine Angst vor der rutschigen Straße haben. Allerdings hätte der Zug schon noch ein bisschen schneller fahren können...

Aber ich will gar nicht meckern. Wir waren pünktlich und es war sehr entspannt. Nur die laute Musik hat mir gefehlt.

Mal sehen, ob wir jetzt öfter mal schnell nach Franken fahren. Im Sommer vielleicht? Schnell mal auf den Berch? Würde ja eigentlich jetzt gehen.

Der einzige Knackpunkt. Der Zug fährt nicht vor der Haustür ab, sondern von Erfurt. 
Da muss uns noch was einfallen, wie wir da noch schneller hinkommen. Eine Art Rohrpost wäre toll. Macht bestimmt auch Spaß, mit so einer Kapsel rumzusausen...
Will die vielleicht jemand bauen? Ich würde auch den nächsten Flaschenpfand spenden. 
Achso, ich habe ja gar keine Pfandflaschen. Naja, bis die Pläne stehen, finde ich etwas, das ich spenden kann.
Also: Rohrpost nach Erfurt – der nächste Plan für, sagen wir, 2029?

Einen schönen Wintertag und bis bald,
Eure Theodora


Donnerstag, 18. Januar 2018

Sturm und Tatendrang...

...schließen sich bei mir gerade aus.


Hallo da draußen!

Bitte entschudligt, daß ich mich noch nicht  gemeldet habe. 
Ich wünsche Euch allen ein gesundes neues Jahr!

Heute gibt es wieder Sturm. Orkanböööen. Na super.
Da bleibe ich im Bett und ziehe die Decke bis ganz über die Ohren. Da geht doch ein Nilpferd nicht vor die Tür...

Überhaupt: Das Wetter macht mich ganz kirre. Es liegt zwar endlich Schnee. Aber die letzten Wochen konnte man ja schon fast Kanu fahren, so viel hat es geregnet. Aber nur fast. Das Wetter hat zu nix getaugt. 

Und jetzt? Schnee liegt. Prima. Aber wenn ich auf nen Schlitten steige, wehen mich die Böööen weg.

Also seid bitte nicht böse, wenn  ich mich wieder hinlege. 
Ich träume schonmal das nächste Gedicht. Bis selbst schon gespannt...

Passt auf Euch auf,
Eure Theodora!


Sonntag, 31. Dezember 2017

Guten Rutsch!


Wir alle wünschen Euch einen guten Rutsch und ein gesundes, tolles, aufregendes 2018 mit weniger braun und blau und dafür ganz viel Liebe und Gekuschel.

Bis nächstes Jahr und vielen Dank fürs Lesen,
Theodora und die Kuschelbande

Montag, 25. Dezember 2017

Gedicht des Monats: Wo ist der Weihnachtsschnak?



Ich warte lange schon vergebens
Auf ein klitzekleines Lebens-
Zeichen von dem kleinen Schnak,
Vor dem ich einst so doll erschrak.

Nun bin ich einmal vorbereitet
Und habe Gaben ausgebreitet.
Blutwurst und auch rote Brause.
Dachte, es wird 'ne kleine Sause.

Doch er kam und kommt wohl heute nicht.
Selbst Mumps machte ein Trauergesicht.
Ihm ist doch hoffentlich nix passiert, 
Daß er nicht mal kurz hereinspaziert?

Und als ich das Gedicht verfasse,
Rumpelt es kurz und ich verblasse.
Ein riesig Mückentier tippt mich an
Und sagt mir, warum der Schnak nicht kann.

Es ist der Cousin vom Weihnachtsschnak.
Dem es sehr am kleinen Herzen lag,
Daß ich erfahre, wo er nun steckt.
Was hat er denn diesmal ausgeheckt?

Die Mücke spricht langsam und bedacht.
Schließlich wäre heut ja wohl Weihnacht.
Etwas schneller könnt's allerdings sein.
Ich werde müde – Mumps schläft gleich ein.

Als wir dann wieder munter werden,
Bekomm ich beinah Herzbeschwerden.
Ein Mückenstich, so groß wie'n Teller.
Durstig war der Herr Briefzusteller.

Auch den Mumps juckt schon sein ganzes Fell.
Doch der Kummer verfliegt dann recht schnell,
Denn Mückenfranz hat Wort gehalten:
Es liegt was auf den Deckenfalten.

Eine Karte – wohl vom Weihnachtsschnak.
Drin steht: "Sorry, daß ich's jetzt erst sag.
Ich fuhr in den Urlaub dieses Jahr.
Weshalb wirklich keine Zeit mehr war,

Um Euch noch einmal zu besuchen.
Ich hatte sogar einen Kuchen
Für Euch gebacken – ganz ohne Blut.
Doch der schmeckt auch nächstes Mal noch gut.

Ich brauchte Luftveränderung und
Es ist für nen Schnak auch sehr gesund,
Wenn sich die Blutgruppen mal ändern.
Solche aus ganz ganz anderen Ländern."

Er schrieb noch vieles, doch ganz am Schluss,
Daß ich mich nicht um ihn sorgen muss.
Er kommt nächstes Jahr wieder vorbei.
Doch jetzt surft und saugt er auf Hawaii.

Auch an Euch einen Gruß!
Ende aus. Finito. Schluss.

 
Fortsetzung folgt...
 

 





Sonntag, 24. Dezember 2017

Christbaum-Putz

Hallo und ein fröhliches Fest allen da draußen!

Bei uns ist es plötzlich auch besinnlich. Naja. Fast.
Im Moment wuseln alle um mich rum und räumen, kochen, dekorieren, als ob es kein Morgen gibt.

Aber ich war auch fleißig. Also ein bisschen. Beinahe.

Denn eigentlich wollte ich wirklich helfen. Und zwar beim Christbaumputzen.
Alle sagen das immer und ich habe mich gefragt, wieso denn schmücken nicht reicht. Wieso soll man den denn noch putzen? Wird der dreckig? Gibt es Fettfinger auf den Kugeln?

Aber wenn man helfen will, fragt man nicht lang, sondern packt an. Mumps hat auch mitgemacht...



Naja, Ihr wisst bestimmt, was passiert ist, oder?
Ein Schrei von Mama, ein Griff von Papa und schwups, waren wir arbeitslos.

Habt Ihr gewusst, daß "Putzen" nicht putzen meint, sondern schmücken? Häh?
Warum nehmen Menschen immer Worte mit anderer Bedeutung und benutzen die für Dinge, für die es eigentlich Worte gibt?

Egal. Denn nun ist Weihnachten. Also Heiligabend. Und das werden wir jetzt genießen und zugucken, wie die anderen sich überfuttern und dann ganz schnell ganz müde werden. Und dann gucken wir mal, ob nicht doch das ein oder andere Geschenk eigentlich besser zu uns passen würde... hihi.

Wir Kuschels wünschen Euch allen da draußen ein schönes Weihnachtsfest!!!

 

Dienstag, 19. Dezember 2017

Weihnachtsfrust

Menschen sind komisch. 
Weihnachten auch.

Angeblich freuen sich alle immer auf die Feiertage. Und was machen die meisten Menschen? Sie hetzen die letzten Wochen durch die Gegend, als wäre ein gefräßiger Tigerhai auf Rollschuhen hinter ihnen her. 
Wie soll man sich denn da noch auf Weihnachten freuen? Die kippen doch alle um, oder fallen in den Tannenbaum...

Ich finde das doof. 

Eigentlich mag ich Weihnachten ja schon. Und den Weihnachtsschnak (ob er wohl wieder vorbeikommt?). Aber wenn ich nach draußen gucke und die Postautos rumflitzen sehe und die Menschen, die alle Läden leerkaufen... Dabei wäre es doch viel toller, sich einfach mal hinzusetzen und Plätzchen zu essen, Tee zu trinken und ein Kuscheltier in den Arm zu nehmen. Langsam machen. Besinnlich sein. Das geht ja nunmal nicht im Dauerlauf. 
Deswegen heißt es ja besinnlich sein und nicht besinnlich sprinten. 

Das musste ich mal loswerden. Raus mit dem Frust. 
Dann freue ich mich bestimmt morgen auch wieder auf Weihnachten.

Vielleicht darf ich ja wieder mit den Baum schmücken. 
Ob wir wohl Geschenke bekommen? Egal. Hauptsache ist, daß alle fröhlich sind und nicht aussehen, als ob alle Fußballmanschaften gleichzeitig den letzten Platz belegt hätten...

Ja, so langsam freue ich mich doch wieder darauf. Auf den Tannenduft und die leckeren Sachen. Doch – von mir aus kann es losgehen.

Habt eine schöne Zeit. 

Bis bald, 
Eure Theodora


Montag, 27. November 2017

Gedicht des Monats: Wieder an Land. Aber wie lang?




Eine Seefahrt die ist lustig,
Eine Seefahrt, die ist toll.
In der Kreuzfahrt-Tou-uristik
Sind immer alle ziemlich voll.

Da wird morgens schon getrunken
Und die Liege reserviert.
Und dann immer brav gewunken,
Wenn die Crew fotografiert.

Trotzdem würd ich immer wieder,
Mit auf jede Seefahrt gehn.
Denn ich hab das Reisefieber
Und ich kann nicht widerstehn.

Wenn es heißt: „Den Anker lichten!“
Dreimal lang tönt das Typhon.
Wird man mich wohl nicht mehr sichten,
Denn ich steh am Schiffsbalkon.

Dort vergehn im Nu die Tage
Und die Reise ist schnell um.
Ich komm wieder – keine Frage.
Nur noch „Wann?“ und nicht „Warum?“.

Montag, 20. November 2017

Abschied auf karibisch

Was soll das denn nun wieder heißen? Abschied auf karibisch. Ich und meine Titel...
Da fällt mir etwas ein, das im ersten Moment so richtig toll klingt. Dann frage ich mich, was es bedeuten könnte und weiß es selber nicht. Tssssss. 

Egal. Wir sind jedenfalls noch in der Karibik und Abschied ist jetzt auch angesagt. Leider.
Dabei ist es hier soooo schön!

Die letzten Tage waren einfach herrlich.
Wir hatten einen Seetag und dann lag plötzlich St. Vincent vor uns. Ja, genauso wie unser Vincent. Der olle Stinkekater. Vermisse den immernoch sehr.

Also, plötzlich lag St. Vincent vor uns:  
Das war ein toller Anblick. Alles grün und bergig. Schöööööhöööön!
Auf der Insel ist auch ein bisschen was von "Fluch der Karibik" gedreht worden. Kann ich mir richtig gut vorstellen, wie die Piraten da rumgefetzt sind. Hui.

Wir hatten mal wieder einen Ausflug und wurden über die Insel gefahren.
Zuerst ging es über engste Straßen mit vielen Kurven und einer sehr schmalen Brücke auf das Fort Charlotte. Haben die ängstlichen Engländer gebaut, um sich vor den eigentlichen Inselbewohnern zu schützen.
So ist das immer mit denen, die ständig stänkern müssen. Andere ärgern und dann selber Angst haben.

Und Angst scheinen die gehabt zu haben, so wehrhaft, wie die waren... 
Weiter ging es in einen großen botanischen Garten. 
War hübsch grün dort. Aber irgendwann sehen alle Pflanzen für mich gleich aus. Obwohl: Einen Kanonenkugelbaum hatte ich vorher noch nicht gesehen. Bevor der aber losdonnern konnte, mussten wir wieder weiter.

Und zwar an den Strand: 

Der war auch wirklich toll – mir taten Kunigunde und Maus sehr leid, weil sie so Pech hatten. Aber wir haben alles erzählt und die Bilder können sie ja auch angucken.
Übrigens: Denen geht es auf dem Schiff ja nicht schlecht oder so. Nicht, daß da ein falscher Eindruck entsteht. Und im Rucksack bekommt man auch die ein oder andere Falte ab....

UND: Sie haben einen sehr fürchterlichen Moment verpasst, bei denen uns allen die Nasenhaare zu Berge standen. Papa ist nämlich in Hunde-AA getreten. Furchtbar. Schrecklich. Eklig noch hinzu... Bääähh.

Davon mussten die beiden nix mitbekommen. Das ist dann wohl das berühmte Glück im Unglück.

Jedenfalls war der Ausflug sehr schön und wir waren pünktlich wieder auf dem Schiff, um die letzte Ausfahrt ausgeruht genießen zu können. Dieses Mal gab es ein sehr langes  Gehupe vorneweg. Das macht einen Krach.

Achja, unsere Zimmerjungs haben uns noch Spielgefährten gebastelt. Als Überraschung am letzten Tag.  
Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Heute sind wir noch den ganzen Tag auf dem Schiff und warten auf den Heimflug.
Der geht über Nacht – da müssen wir wohl wieder im Gepäckfach schlafen. Brrrr...

Wenn wir dann zu Hause sind, starten die Weihnachtsvorbereitungen. Wir Kuscheltiere sind bei uns im Haus ja dafür verantwortlich, daß jeder rechtzeitig vergisst, was er sich zu Weihnachten gewünscht hat. So gibt es nur Überraschungen und keine Enttäuschungen.

Das ist nicht ganz einfach und ein großes Geheimnis. Ich darf nicht verraten, wie wir das machen. Nur soviel: Es geschieht nachts, wenn wir ganz nah an den Ohren der Ki..Erwachsenen dran sind. Mehr darf ich wirklich nicht sagen. Sonst werde ich aufgetrennt. Wirklich. Bei uns Kuscheltieren gibt es sehr wenige Regeln und Gesetze. Aber die zwei bis drei, die es gibt.... sind kein Spaß!

Naja, jedenfalls ist bis Weihnachten noch jede Menge zu tun und da ist es gut, daß wir ausgeruht sind.

Ich melde mich erst wieder aus Deutschland.

Der Urlaub war herrlich – vielen Dank fürs Mitlesen,
Eure Theodora

Samstag, 18. November 2017

Drei Inseln

Huijuijui. Wie soll ich denn das alles jetzt so schnell aufschreiben.
Das Problem ist nämlich, daß ich nicht immer ins Netz komme. Und wenn, dann muss ich ja warten, bis Mama und Papa alle ihre Sachen erledigt haben und dann....ist es schon wieder zu spät.

Das waren ja jetzt schon wieder – wieviel – 5 Tage oder so.
Also circa 5 Tage und drei Inseln.

Das merkt sich doch kein Nilpferd, was da so alles passiert ist.

Naja, ich versuche es mal:

Die Überfahrt war auch den letzten Tag sehr ruhig. Kein Geschaukel. Kein seekranker Mumps. Alles ruhig.

Und dann war plötzlich wieder Land in Sicht. Barbados. Klingt toll, oder?
Also schlecht war es nicht. Aber irgendwie anders, als sich das ein kleines Kuscheltier vielleicht so vorstellt. 

Denn die haben dort ganz merkwürdige Gesetze und Regeln. Zum Beispiel darf man keine Tarnklamotten tragen. Menno. Dabei wollte ich doch mein Militärtütü anziehen. Hihi – kleiner Scherz. Habe ich ja gar nicht.

Und was ganz doof war: Die verurteilen dort Menschen, die sich liebhaben. Also wenn man nicht Mann und Frau ist, hat man es als Paar dort nicht nur schwer, sondern man wandert hinter barbados'sche Gardinen. Finde ich doof und echt oll.

Ich verzettele mich gerade. Kommen wir mal zu unserem Ausflug.
Der war nämlich gar nicht so schlecht. 

Wir sind quer über die Insel gefahren und haben anfangs nur Hotel an Hotel gesehen. Da bin ich kurz eingenickt und als ich aufgewacht bin, waren wir plötzlich in einem kleinen Park mit einer hübschen Ruine.
Sah total toll aus dort. Nur der Draht vom Zaun hat am Po gepiekt. Autsch.
Nen Ausguck gab es dort auch und wir konnten sehen, wie das in der Karibik so mit dem Regen funktioniert. Ging auch sofort nach dem Fotomachen los. Und schwups, war es auch schon wieder vorbei.

Wir waren noch an einem hübschen Hotel mit noch hübscheren Ausblick.  
Allerdings war der Ausblick von drin irgendwie schöner, als von draußen. Das war merkwürdig. Wenn man ums Haus ging, wirkte alles nur noch halb so hübsch. War wie ein Zaubertrick. Ich finde, es hätten Warntafeln hingehört: "Gehen Sie nicht raus. Ist häßlicher als drin!" Oder so.

Am Ende ging es noch auf einen Berg, von dem aus früher mit Kanonenschüssen gewarnt wurde. Vor allem möglichen. Habe mir nicht alles gemerkt. Irgendwas in Richtung: "Achtung, Klopapier wird knapp – jeder nur noch ein Blatt pro Gang!" könnte es gewesen sein...
Der Blick über die Insel war aber toll.

Und schon ging es wieder in Richtung Schiff. Leinen los und schon am nächsten Morgen waren wir auf Guadeloupe. 

Dort haben wir auch wieder eine Ausfahrt gemacht und durften sogar im Bus mit gucken. 
Die Insel hat mir noch besser gefallen. Und lustig ist es, daß man eigentlich in Europa ist. Weil Guadeloupe gehört zu Frankreich. Ist halt nur ein bisschen weiter weg. Aber der Rest ist französisch.

Wir sind wieder über die halbe Insel gedüst und sind ganz außen rechts ausgespuckt worden und durften uns recht lang die Pfoten vertreten. Für mich zu lange. Ihr wisst schon – ich bleiche so schnell aus.

Der Ausblick war trotzem toll. 
Irgendwann ging es dann wieder zurück. Beim Friedhof (die sollen dort ganz anders sein, als bei uns) durften wir nicht mit, aber davor – beim Geisterhaus – konnte ich wenigstens mit aus dem Fenster schauen. Da ist nämlich wirklich ein richtiges Spukhaus, in dem schon ganz viele Menschen verrückt vor Angst geworden sind. Wirklich!

Mumps hat sich nicht getraut, auch nur einen Blick zu riskieren. Er saß recht lange und sehr tief vergraben im Rucksack...
Auch der Ausflug war irgendwann vorbei und dann ging es auf zum nächsten (vorletzten) Seetag. Ich finde die auch toll. Soooo viel schlafen und aufs Meer gucken. Toll!

Heute sind wir in der Dominikanischen Republik angekommen. Das ist auf einer sehr großen Insel, auf der noch ein anderes Land liegt – Haiti. Davon erzähle ich jetzt aber nichts. Das würde zu lange dauern.

Jedenfalls stand heute "Strandtag" auf dem Zettel. Und als Premiere durften heute alle Kuschels zusammen auf Landgang. 
Wir haben uns wirklich total gefreut. Aber bis auf Palmen und Sand...
...war es so lalaaaa. 

Wir waren in einem riesigen Hotelresortkomplextraktgedöns mit tausenden Menschen und LAUTER Musik und – ach – es tat mir für Maus und Kunigunde echt leid. Da dürfen sie einmal mit und dann das.

Naja, wir haben das Beste daraus gemacht und haben rumgealbert. War trotzdem ganz schön.

Und jetzt sitzen wir wieder an Bord und warten auf den nächsten Seetag.

Heute ist großer Gästewechsel. Wir dürfen bleiben, aber 90% der anderen sind abgereist – oder so. Da ist ganz schön Trubel auf den Gängen. Und wieder Seenotrettungsübung. 
Müssen wir aber nicht nochmal mitmachen. Ist auch immer so eng in Papas Hosentaschen...

So, ich melde mich hoffentlich nochmal. Wenn nicht, gibt es die Zusammenfassung dann von zu Hause.

Bis bald,
Eure Theodora

Montag, 13. November 2017

Ich seh See, seh See, seh See und immer mehr Meer...

Das Allerbeste zuallerallererst: Wir sind fast übern Teich. Also wirklich nur fast.
Aber immerhin soweit, daß wir wieder festes Netz haben. Stabil. Ich meine stabil.
Stabil genug, daß ich endlich wieder schreiben und Bilder posten kann.
Super, oder?

Doch bevor ich hier mit der Überfahrt loslege, schreibe ich schnell noch, was nach Lanzarote passiert ist. Viel ist es nicht. Denn die Überfahrt auf die Kapverden (da waren wir vor vielen Jahren schonmal – war toll damals) war zwar lang, aber es ist eigentlich nix passiert. Gar nix. 
Es gab Wasser und nochmals Wasser. Zum Glück für Mumps gab es kaum Wellengang. Alles schön ruhig. 

Und dann war plötzlich frühmorgens wieder Land in Sicht!
Mindelo – die Haupstadt von der kapverdianischen Insel Sao Vicente. 
Haupt-Stadt? Eigentlich eher die Einz-Stadt. Denn außer Mindelo gibt es dort nur eins: sehr viel Nichts. Noch nichtsziger als auf Lanzarote. Dagegen ist Lanzarote nämlich eine Spielhölle mit 24 Stunden Öffnungszeit und gratis Keksen. 

Wir waren ein bisschen enttäuscht. Aber erstmal waren wir ja auf einem Ausflug über die Insel – vielleicht war ja noch irgendwo was Aufregendes versteckt...

Der Guide hat uns den Blick von oben gezeigt.
Hauptstadt. Ist noch da. Sonst? Nicht viel. 
Also noch eins höher.
Noch mehr Nix. Aber immerhin ist unser Schiff noch da.
Also weiter auf die andere Seite.
Aha. Ein Strand. Hätte ich bei einer Insel mitten im Meer kaum vermutet.
Aber ich mag Überraschungen. Mal sehen, wie es weitergeht...
Noch mehr Strand. Toll!!!! Ähem.
Aber immerhin: Strand ist eine der tollsten Formen von Nichts. Wirklich.

Mehr kann ich zu Mindelo und Sao Vicente nicht sagen.
Wir waren irgendwie froh, wieder auf dem Schiff zu sein. Ist nicht böse gemeint – die Leute waren nett. Aber irgendwie tun sie mir auch leid... Sie haben nichts und wohnen auch noch dort. Nicht einmal Wasser gibt es dort, obwohl sie mitten im Wasser leben.
Verrückt, oder? 

Und dann kommen zwei verwöhnte Kuscheltiere, machen einen Haufen Fotos und jammern, daß es nichts gibt und verschwinden wieder auf ihrem schwimmenden Bettchen. Aber was soll ein kleines Nilpferd machen? Pfotendrücken. Das habe ich gemacht. Dafür, daß bald irgendjemand eine tolle Idee hat, wie es den Menschen nicht mehr an allem mangelt, außer an Nichts.

Huch, ich habe ja doch eine Menge geschrieben. 
Aber so ist das, wenn man drei Tage permanent nur Meer sieht und viel nachdenkt. 
Ja, wir Kuscheltiere denken sehr viel nach. Was sollen wir auch sonst tun, wenn sich Mama und Papa die ganze Zeit auf dem Schiff vergnügen und futtern, was das Zeug hält?
Eben. Gucken und denken.

Also kommen wir mal zur grooooooßen Überfahrt über den grooooooooßen Teich.
Was soll ich sagen: Nichts. Schon wieder. Nichts zu sehen außer viel See und noch mehr Meer. Den ganzen Tag – seit drei Tagen. 

Aber Mumps hat Glück: Auch dieses Mal ist es sehr ruhig. Das Meer. Oder auch die See. Kaum Wellen. Kaum Schaukeln. Alles ruhig.

Damit uns nicht zu langweilig wird, haben Mama und Papa uns mal das Deck gezeigt.
Dort ist es ganz lustig. Da sind tausende dicke Menschen, die in der Sonne liegen und sich braten lassen. Inklusive Bratenfett... brrrrr... Igittigittigitt. Das ist wirklich so: Die legen sich auf eine Liege und schmieren sich mit Fett sein und warten, bis die Haut schön kross ist. Also rot. 
Menschen sind da umgekehrt gepolt, wie wir Kuscheltiere. Wir haben Angst vor Sonne, weil wir ausbleichen. Menschen haben Angst, keine Sonne abzubekommen, weil sie sonst ausbleichen. Schon wieder verrückt.

Leider durfte ich die menschlichen Brathähnchen nicht fotografieren. Hat Mama verboten.
Macht man nicht!
Ach ja, eines noch: Die meisten menschlichen Brathähnchen begießen sich selbst immer wieder mit den tollsten "Marinaden". Von innen. Permanent. Bier, Wein und Sekt.
Naja, wenn es hilft.

Es gab aber noch ruhige Orte an Deck, die uns Mama und Papa gezeigt haben.
Zum Beispiel gaaaanz oben auf dem Schiff gibt es einen tollen Ausguck. Und welches Tier ist der tollste Ausgucker, der auf dem tollsten Ausguck steht? Genau:
Wir haben auch noch durchs Fernglas gucken dürfen. Aber – ich hab es mir gedacht – nichts. Nirgends.
Und dann war da noch der gläserne Balkon. Mumps hat vielleicht gefiept. Hihi.
Man kann da auf einer Glasplatte stehen und nach unten gucken. Da bin ich doch glatt dabei!
 Erinnert Ihr Euch noch an Kanada? Da hatte ich sicher auch Bilder gemacht, oder?
Eine tolle Abwechslung. Super!
Ansonsten genießen wir die Aussicht. Ich glaube, wir sehen noch ein bisschen mehr Meer.
Denn wir haben noch einen ganzen Seetag vor uns, bevor wir die nächste Insel besuchen.
Aber dann... Hoffentlich werde ich nicht landkrank. 

Eines noch: Die sind hier echt umsichtig und denken an alles. 
Wenn man hier nicht die einfachsten Dinge aufschreibt, machen die Brathähnchen nämlich dauernd Blödsinn... Machen sie zwar auch so. Aber schaden kann es ja nicht.

Und noch eins: Wir können hier viel mehr schlafen, als zu Hause.
Denn jeden Tag wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Das ist super.

Jetzt aber Schluss – ich muss aufs Meer gucken. Vielleicht kommt ja doch mal ein Wal vorbei. Oder zwei.

Also, bis bald,
Eure Theodora